Lehre und Forschung

Lehre

Wie im gesamten Curriculum ist auch der Unterricht im Fach Chirurgie nach dem Prinzip eines themen- und organbezogenen Blockunterrichts gestaltet. Die einzelnen chirurgischen Fachbereiche vermitteln ihren Unterrichtsstoff zusammen mit anderen Querschnittsbereichen und verwandten Fächern zeitlich zusammengefasst. Hierdurch werden Krankheitsbilder zusammenhängend und aus der ergänzenden Perspektive verschiedener Fachdisziplinen vermittelt. Neben bewährten Unterrichtsformen wie Vorlesungen, Seminare und Unterricht am Krankenbett werden die theoretischen Kenntnisse auch mit modernen Formen wie Praktika, Nahtkurse, Kleingruppenunterricht mit Schauspielpatientinnen und Patienten (SP) und problemorientiertem Lernen (POL) vertieft. Darüber hinaus beteiligen sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Mentorinnen und Mentoren im Bereich der professionellen ärztlichen Entwicklung in Form eines interaktiven Seminars. Die Erfolgskontrolle findet mit Multiple-Choice-Tests statt, in denen der theoretische Wissensstand ermittelt wird. In klinisch-praktischen Prüfungen wie der Objective Structured Clinical Examination (OSCE) werden Fähigkeiten und Fertigkeiten der Studierenden standardisiert bewertet.

European Medical School

Mit dem Modellstudiengang Humanmedizin findet erstmals in Deutschland eine Ausbildung für Medizinerinnen und Mediziner grenzüberschreitend statt. Die offizielle Eröffnung der European Medical School (EMS) Oldenburg-Groningen erfolgte mit Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister am 23. Oktober 2012, er begrüßte die ersten 40 Studierenden. Derzeit stehen auf Oldenburger Seite jährlich 80 Studienplätze in der EMS zur Verfügung.

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Famulatur

Wir freuen uns über Ihr Interesse an einer Famulatur bzw. an einem Pflege- oder Blockpraktikum im Rahmen des Medizinstudiums in unserer Klinik. Ihre Bewerbungsunterlagen sollten uns mindestens 8 Wochen vor Beginn der Famulatur/des Praktikums vorliegen.

Sie sollten Folgendes beinhalten:

  • Anschreiben mit Angabe von Praktikumsgrund und -zeitraum sowie gewünschtem Bereich
  • tabellarischen Lebenslauf
  • Bescheinigung Ihrer Universität/Weiterbildungseinrichtung

Ihre Bewerbung (Format pdf oder docx) richten Sie bitte ausschließlich per E-Mail an:
Frau Marion Müller, Referentin für Studentische Lehre
E-Mail: praktikum@klinikum-oldenburg.de
Telefon: 0441 403-2360

Nach Erhalt Ihrer Bewerbung prüfen wir, ob Ihnen in dem von Ihnen genannten Zeitraum und Bereich eine Famulatur bzw. ein Praktikum angeboten werden kann. Anschließend bekommen Sie schriftlich Bescheid.

Praktisches Jahr

Das Klinikum Oldenburg und insbesondere unsere Universitätsklinik für Allgemein und Viszeralchirurgie legt hohen Wert auf eine qualitativ hochwertige Ausbildung und eine gute Betreuung der Studierenden im Praktischen Jahr (PJ). Dies bedeutet, dass die PJlerinnen und PJler Schritt für Schritt die verantwortliche Betreuung von Patientinnen und Patienten erlernen. Dazu führen sie unter Anleitung, Aufsicht und Verantwortung der ausbildenden Ärztinnen und Ärzte ihnen zugewiesene ärztliche Tätigkeiten durch.

An unserer Universitätsklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie durchlaufen Sie alle notwendigen Stationen und werden in diese als vollwertiges Teammitglied eingebunden.

Weitere Informationen: Flyer für das PJ am Klinikum Oldenburg

Für Studierende der European Medical School

Das Klinikum Oldenburg ist Teil der European Medical School Oldenburg-Groningen und gehört zum Medizinischen Campus der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Die Anmeldung zum PJ am Klinikum Oldenburg erfolgt ausschließlich über das PJ-Portal.

Wir bitten Sie, bei Interesse oder Anfragen zum PJ Kontakt mit Frau Jana Deppermann vom Studiendekanat der Universität aufzunehmen (pj@uni-oldenburg.de).

Falls Sie spezielle Fragen zum PJ in unserer Universitätsklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie haben, können Sie sich gern an unseren Lehrbeauftragten Herrn Dr. med. Nader El-Sourani sowie an Frau Christina Sobirey wenden (el-sourani.nader@klinikum-oldenburg.de).

Ihre Ansprechpartnerin für studentische Belange

Frau Christina Sobirey
Telefon: 0441-798-4011
E-Mail: christina.sobirey@uni-oldenburg.de

 

Forschung

Neben der medizinischen Versorgung und der studentischen Lehre bildet die Forschung eine der drei Säulen der universitären Medizin. In unserer Klinik sind wir momentan im Aufbau einzelner Arbeitsgruppen. Unsere Forschungsschwerpunkte sind hierbei sowohl in der klinischen als auch der Grundlagenforschung angesiedelt. Wir haben zukünftig die Möglichkeit, aktiv an translationaler Forschung in Kooperation mit der Universität Groningen teilzunehmen. Unser Ziel ist die konsequente Weiterentwicklung und Verbesserung der jetzigen Therapiestrategien.

Wir sind dabei, ein gemeinsames Labor unter niederländischer und deutscher Leitung aufzubauen. Die einzelnen Forschungsprojekte sind vielfältig und werden zukünftig von den jeweiligen Arbeitsgruppen im Detail vorgestellt. Über die angegebenen Kontakte geben wir Ihnen gern weitere Auskünfte zu einzelnen Forschungsvorhaben und freuen uns über Ihr Interesse.

Der Einfluss der Tumormikroumgebung auf die Therapieresistenz beim Pankreaskarzinom

Das duktale Adenokarzinom des Pankreas (PDAC) macht 90 % der bösartigen Pankreaskarzinome aus und ist mittlerweile die vierthäufigste krebsbedingte Todesursache in der westlichen Welt. Trotz Fortschritten in der Tumorerkennung und -behandlung bleibt das Pankreaskarzinom mit einer 5-Jahres-Überlebensrate von unter 10 % eine der tödlichsten bösartigen Erkrankungen. Eine schlechte Prognose beim Pankreaskarzinom ist mit einer niedrigen Früherkennungsrate, einem schnellen Fortschreiten, der Entwicklung von Arzneimittelresistenzen und dem Fehlen einer wirksamen Therapie begründet. Die einzige potenziell kurative Option ist die chirurgische Resektion des Tumors, wobei aber nur ca. 20 % der Patienten einen operativ resektablen Tumor aufweisen. Die molekularen Mechanismen der Therapieresistenz beim Pankreaskarzinom sind bisher nicht vollständig verstanden beruhen aber insbesondere auf genetischen und epigenetischen Veränderungen die unter anderem zu einer verdichteten und immunsuppresiven Tumormikroumgebung führen. In diesem Projekt beleuchten wir insbesondere die zell- und molekularbiologischen Zusammenhänge zwischen Veränderungen der Matrixproteine in der Tumormikroumgebung und Entwicklung einer Immun- und Chemotherapie Resistenz. Diese Erkenntnisse ermöglichen neue diagnostische Strategien um Resistenzmechanismen beim Pankreaskarzinom vorherzusagen und mit innovativen Ansätzen zu durchbrechen.

Entwicklung und Optimierung neuer diagnostischer Verfahren und personalisierte Therapien bei Krebserkrankungen des oberen Gastrointestinalen Traktes sowie Leber-, Gallen- und Pankreaskrebs

Krebs des oberen GI-Trakts (GI-CA) und des hepatisch-pankreatisch-biliären Systems (HPB-CA) hat typischerweise eine schlechte Prognose, insbesondere da die meisten dieser Tumoren erst in einem sehr fortgeschrittenen Tumorstadium diagnostiziert werden. Zudem weisen HPB-CA eine ausgeprägte vorbestehende und/oder erworbene Therapieresistenz auf. Innovative Ansätze die auf eine Verbesserung der Diagnose bzw. des Screenings sowie auf die Entwicklung personalisierter Therapiestrategie zielen werden daher dringen benötigt.

Cancer Liquid biopsy, also die Diagnose von Körperflüssigkeiten anstelle von Tumorgewebeproben, bietet vielversprechende Möglichkeiten bezogen auf breit angelegte und kostengünstige Screenings in der Krebsvorsorge. Dabei steht die Analyse von zirkulierenden Tumorzellen, zellfreier Nukleinsäuren und Exosmosen im Vordergrund. Dennoch ist die Liquid Biopsy noch kein breit etabliertes Standardverfahren.

Bei der personalisierten Krebstherapie wird die Behandlung auf die spezifischen Tumoreigenschaften, z.B. die Beschaffenheit der Tumormikroumgebung, den Immunstatus des Tumors oder Therapieresistenzen, abgestimmt. Tumororganoide, die die zelluläre und molekulare Heterogenität eines Tumors sehr gut widerspiegeln, entwickeln sich in diesem Zusammenhang zu einer vielversprechenden diagnostischen Plattform.

Durch die Kombination von Liquid Biopsy und organoidbasierten therapeutischen Tests wollen wir eine deutliche Verbesserung in der Tumordiagnostik erzielen und interdisziplinäre (Chemotherapie, Bestrahlung und Chirurgie) personalisierte therapeutische Strategien etablieren.

Einfluss angiogenetischer und fibroseassoziierter microRNAs beim Rektumkarzinom

Das kolorektale Karzinom gehört weltweit zu den an den häufigsten auftretenden Krebsarten. Ca. eine Million neu auftretende Tumore und 500.000 Todesfälle pro Jahr verdeutlichen die dringende Notwendigkeit, neue therapeutischer Ansätze im Kampf gegen das kolorektale Karzinom zu finden. In Anlehnung an die TNM-Klassifikation werden Tumore anhand ihrer Tumorgröße, der lymphogenen Metastasierung und der Fernmetastasen eingeteilt. Aus Klassifikation resultieren Prognoseeinschätzung und Therapieempfehlung. Dabei sieht die konventionelle Therapie die chirurgische Entfernung des Tumors sowie verschiedene Chemotherapieregime vor.

Bei Entstehung, Progression und Metastasierung spielen vorallem immunopathologische und matrix-verändernde Mechanismen eine Rolle. In diesem Zusammenhang ist die Rolle regulativer microRNAs (miRNA) ein interessantes Forschungsfeld.

miRNAs wirken als negative Regulatoren der Genexpression und sind an der Regulation biologischer Prozesse, einschließlich Zellwachstum, Differenzierung und Apoptose, sowohl unter physiologischen Bedingungen als auch bei Krankheiten wie Tumoren beteiligt.

In diesem Projekt untersuchen wir die molekularen Regulationsmechanismen angiogenetischer und fibroseassozierter microRNAs bei der Tumorentstehung, Progression und Metastasierung beim kolorektalen Karzinom.

Insbesondere analysieren wir Zusammenhängen zwischen Expression einzelner microRNAs und der klassischen histopathologischen TNM-Kategorien und dem Überleben der Patienten. Die daraus gewonnen Erkenntnisse ermöglichen die Entwicklung neuer Therapiestrategien beim kolorektalen Rezidivkarzinom.

 

Studien

Für die stetige Weiterentwicklung und Verbesserung der medizinischen Versorgung sind Studien unerlässlich. Über weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Frau Neumann

Ihr Kontakt

Über weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Frau Stephanie Neumann:
Telefon: 0441-403-7768
E-Mail: neumann.stephanie@klinikum-oldenburg.de