Bauch­speichel­drüse

Bauchspeicheldrüse

In unserer Klinik wird das gesamte Spektrum operativer Eingriffe an der Bauchspeicheldrüse angeboten. Innerhalb der Weser-Ems Region verfügen die Ärztinnen und Ärzte unserer Klinik über sehr viel Erfahrung mit Eingriffen an der Bauchspeicheldrüse.

Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse erfordern ein enges Zusammenspiel von verschiedenen Fachdisziplinen wie der Gastroenterologie, Onkologie, Radiologie, Strahlentherapie und Endoskopie. Für die Entwicklung eines optimalen Therapiekonzeptes für jedes Krankheitsbild werden daher die Erkrankungen in interdisziplinären Konferenzen besprochen und eine Empfehlung für eine Therapie vorgeschlagen, welche dann mit Ihnen diskutiert wird. Wir sind Mitglied der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft für Leber-, Galle- und Pankreaserkrankungen der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV).

Diagnostik

Um Ihren individuellen Tumor möglichst gut einschätzen zu können, nutzen wir umfangreiche diagnostische Verfahren auf dem modernsten Stand der Medizintechnik. Dazu zählen unter anderem:

  • Computertomografie (CT)
  • Magnetresonanztomografie (MRT, Kernspintomografie)
  • Sonografie(Ultraschalluntersuchung)
  • Endosonografie(Kombination aus Endoskopie und Ultraschall)

Sollten wir Ihren individuellen Tumor nicht anhand dieser Untersuchungen zuverlässig einer dieser Gruppen zuordnen können, so können wir uns im Rahmen einer Operation Klarheit verschaffen.

Wir halten umfassende diagnostische und interventionelle Therapien interdisziplinär über 24 Stunden/Tag vor. Als Maßstab für die hohe Qualität erfüllen wir die allgemein gültigen Referenzwerte der Qualitätsindikatoren.

 

Therapie

Wir bieten Ihnen am Universitätsklinikum Oldenburg eine kompetente Beratung und Therapie für den gesamten Bereich der Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse – insbesondere zum Pankreaskarzinom und seinen Sonderformen, den zystischen Pankreastumoren und der akuten und chronischen Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis).

Die Beratung erfolgt im Rahmen unserer interdisziplinären Pankreassprechstunde, in der Sie die Gelegenheit haben, mit den behandelnden Kollegen der Chirurgie, Gastroenterologie und Onkologie ihre Erkrankung zu besprechen und eine interdisziplinäre Expertenempfehlung zu erhalten.

Die Art der Operation hängt von der Lage des Tumors in der Bauchspeicheldrüse ab. Es kann eine Teilentfernung oder auch eine vollständige Entfernung der Bauchspeicheldrüse notwendig sein. Die in diesem Zusammenhang am häufigsten durchgeführte Operation ist die Whipple’sche Operation bzw. ihre Modifikationen. Um den Abfluss von Gallenflüssigkeit und Bauchspeicheldrüsensekret sowie die Nahrungspassage wiederherzustellen, werden Nahtverbindungen zwischen Dünndarm, Bauchspeicheldrüse, Gallenwegen und Magen angelegt. Minimalinvasive Verfahren zur (Teil-)Entfernung der Bauchspeicheldrüse nehmen insgesamt zu und werden auch von uns angeboten, sofern sie in Frage kommen.

Ein Teil der Befunde der Bauchspeicheldrüse fällt in einen Graubereich zwischen gut- und bösartigen Erkrankungen. Hierzu gehören die sogenannten IPMN (intraduktale papillär-muzinöse Neoplasie) und eine Reihe weiterer Erkrankungen, bei denen inzwischen ein Entartungsrisiko bekannt ist. In diesem Fall kann eine frühzeitige Operation bei den richtigen Patientinnen und Patienten das Entstehen von Krebs verhindern. Insbesondere bei dieser Art von Erkrankungen, aber auch bei allen anderen Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse wie z. B. hormonaktiven, ansonsten gutartigen Raumforderungen besprechen wir die verschiedenen zur Verfügung stehenden Therapieoptionen mit unseren Patientinnen und Patienten ausführlich und wählen die erfolgversprechendste Therapie individuell aus.

Wir bieten unseren Patientinnen und Patienten, die sich einem Eingriff an der Bauchspeicheldrüse unterziehen, demnächst das ERAS®-Programm (ERAS = Enhanced Recovery After Surgery) an, das die Erholung der Patientin bzw. des Patienten nach einem großen chirurgischen Eingriff optimiert. Mit der Standardisierung der Behandlungsabläufe, die auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen, können das postoperative Komplikationsrisiko gesenkt und eine raschere Entlassung angestrebt werden.